

Am 23. Mai fand in der Berliner Jerusalemkirche der von Notdienst Berlin e.V und vista gGmbH langfristig vorbereitete Fachtag zur psychosozialen Betreuung von Substituierten statt. Deutlich über 150 TeilnehmerInnen, nicht wenige von ihnen auch aus dem gesamten Bundesgebiet, verfolgten mit großem Intereresse die Plenarvorträge und die parallelen Seminare. Zuvor hatten die Geschäftsführer der beiden Träger, Rolf Bergmann und Michael Hoffmann-Bayer, die Veranstaltung eröffnet. Ingo Michels überbrachte die Grüße der Bundesdrogenbeauftragten. Frau Köhler-Azara, die Berliner Drogenbeauftragte, würdigte speziell diese neue Form der Kooperation der beiden größten PsB-Anbieter Berlins.
Sämtliche Tagungsbeiträge sind erfreulicherweise publiziert über eine Extra-Ausgabe von DGS-Info. Zusätzlich finden sich dort eine Reihe von Statements zur weiteren Profilierung der psychosozialen Betreuung von Substituierten. VertreterInnen verschiedener Professionen aus Deutschland und der Schweiz waren eingeladen, sich aus ihrer jeweiligen Sicht zu diesem Thema zu äußern -auf dem Weg in Richtung der Formulierung längst fälliger verbandsübergreifen-der Standards von PsB.
Zur DGS-info-Extra-Ausgabe: http://www.dgsuchtmedizin.de/aktuelles/newsletter/one.newsletter/index.html?entry=page.newsletter.48
Teilnehmer des jährlich stattfindenden Treffens waren neben dem veranstalten-den Vorstand des Fachverbunds Drogen und Rauschmittel die Drogenbeauftrag-ten mehrerer Bundesländer (Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nieder-sachsen, Hessen, Thürigen, Rheinland-Pfalz), die Suchtreferenten der Landesver-bände des Paritätischen, für dessen Gesamtverband Eberhard Ewers, ein Vertre-ter der Deutschen Rentenversicherung sowie Albert Kern für das Büro der Bun-desdrogenbeauftragten.
"Teilhabe", das Generalthema beider Tage, wurde am Donnerstag ausschließ-lich bezogen auf die Substitutionsbehandlung besprochen. Zum medizinischen Teil der Behandlung referierte Dr. Greif Sander, Psychiater und Leitender Arzt des Klinikums Wahrendorff (Sehnde).
Bernd Westermann übernahm im Anschluss den Part "Psychosoziale Betreuung von Substituierten: Teilhabe mit Hindernissen", wobei er - in Würdigung der im Notdienst umgesetzten Betreuungsstandards - darum gebeten wurde, über "best practice" zu informieren.
Thema dreier Vorträge am zweiten Tag war eine Zwischenbilanz zu "2 Jahre SGB II und die Suchthilfe".
Präsentation von Bernd Westermann: PsB und Teilhabe (PDF)
Sämtliche Präsentationen sind zusammengefaßt in einem Reader (PDF).
Am Mittwoch, den 31. Oktober war es soweit: Wir begingen das 10-jährige Jubiläum von A.I.D. Berlin. Eigentlich war es der 14. April 1997, an dem die erste Berliner Substitutionsambulanz nach mehrjähriger "Verlobung" ihre Türen öffnete, von Beginn an ein Kooperationsprojekt zwischen niedergelassenen ÄrztInnen (Gabi U. Bellmann und Christian Jellinek) sowie dem Notdienst für Suchtmittel-gefährdete und -abhängige Berlin e.V.. Sehr viel hat sich getan und wurde bewegt in den zehn zurückliegenden Jahren. Gründe zum Feiern gab es also zur Genüge, ebenso aber sind da auch noch immer ungenutzte Möglichkeiten der Zusammen-arbeit zwischen(Sucht-)Medizin und Drogenhilfe. Dies betrifft den ambulanten Bereich ebenso wie die Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung. Und somit wurde das Feiern mit Information und Austausch verbunden.
Sämtliche Informationen zum Veranstaltungsplan unter:
http://www.dndberlin.de/content/aktuelles/aktuelles_veranstaltungen.html
Grußwort der Bundesdrogenbeauftragten
Grußwort der Berliner Drogenbeauftragten
Und noch einige fotografische Eindrücke: Foto1, Foto2, Foto3, Foto4, Foto5, Foto6, Foto7, Foto8, Foto9, Foto10, Foto11, Foto12